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Den größten Teil des Materials bilden Kopien von Dokumenten aus dem Russischen Archiv für die Aufbewahrung und das Studium von Dokumenten der Neuesten Geschichte. Bei drei kurzen Studienaufenthalten in Moskau hat Christiane Barckhausen-Canale, Schriftstellerin und Biografin von Tina, Briefe, Nachrichten und Berichte mit der Unterschrift Tina Modottis oder die sich auf ihre Arbeit bei der Internationalen Roten Hilfe beziehen, gesammelt. Auch im Archivio dello Stato in Rom konnte sie Akten kopieren, die aus den Archiven der OVRA stammen, die zwischen 1927 und 1943 herauszufinden suchte, wo Tina Modotti in Mexiko, in Berlin oder in Paris gewohnt hat. Dazu gehören auch einige Briefe aus der Korrespondenz Tinas mit ihrer Schwester. Andere Briefe von Tina Modotti stammen aus dem Historischen Archiv der Kommunistischen Partei in Havana. Sie wurden seinerzeit von der mexikanischen Polizei beschlagnahmt. Zum Archiv gehören weiterhin alle von Tina geschriebenen und irgendwann auf spanisch, russisch, deutsch und englisch veröffentlichte Artikel; ihre in verschiedenen Ländern veröffentlichten Fotografien und biografische Dokumente zu Persönlichkeiten, die Kontakt zu Modotti gehabt haben (so z.B. Briefe an und von Augusto César Sandino, den Tina in Mexiko kennenlernte und dem sie ihren Wunsch anvertraute, an der Seite der Unterdrückten in Nikaragua zu kämpfen). Das Archiv beinhaltet auch alle Artikel, die nach Tinas Tod in der mexikanischen und internationalen Presse über sie veröffentlicht wurden sowie Rezensionen über Ausstellungen ihrer Werke oder Rezensionen über die über Tina verfaßten Biografien. Diese Sammlung wird dank der Biografen Tina Modottis, die in den USA, Italien und Mexiko leben, ständig aktualisiert. Unter den audiovisuellen Materialien des Archivs befindet sich eine Kopie des Stummfilms "The Tigers Coat", der 1920 in Hollywood gedreht wurde und in dem Tina Modotti eine Hauptrolle spielt. Noch im Aufbau befindet sich eine Biblioteca mit allen Büchern über das Leben Tina Modottis sowie mit spanisch, italienisch, englisch und deutsch verfaßten Büchern, die einen tieferen Einblick in die Orte und die Zeit erlauben, die Tina Modotti direkt berühren. So bietet sich dem Nutzer eine möglichst umfassender, leicht zugänglicher Überblick: die USA und Mexiko in den Zwanziger Jahren, Berlin und Moskau in den Dreißigern, Spanien während des Bürgerkrieges. Ein Teil der Bibliothek ist der Verfolgung ausländischer Kommunisten während der Stalinzeit in der UdSSR gewidmet. Das Tina Modotti-Archiv, das sich gegenwärtig in Berlin im Interkulturellen Frauenzentrum S.U.S.I. befindet, wird auf Wunsch von Christiane Barckhausen-Canale und dank der Zusammenarbeit mit ihr, im Jahre 2003 nach Holy Wood überführt |